Einlagesohlen
Fehlhaltungen entstehen zu 85% durch zu schwache Muskulatur; ca. 10% der Fehlhaltungen sind verursacht durch einen Hypertonus wie z.B. der Hohlfuß und ca. 5% erleiden spastische Fehlbelastungen.
Durch einen dynamischen Fußabdruck lassen sich die Stellen der Fehlbelastungen und die dazu führenden Beschwerden an Fuß und Knie genauestens diagnostizieren.
Haltungsanalyse
Orientierung an der Messung ist die Betrachung der Person von der Seite; um genaueste Werte ermitteln zu können ist es sehr hilfreich einen Lot als Hilfsmittel in die Haltungsanalyse mit einzubeziehen; durch Schließen der Augen verändert sich die Haltung der Person und somit eine Teildiagnose;
Danach betrachtet man die Person von hinten; als Orientierungspunkt ist die Stellung des Sprungbeins, der Knie –und Pofalte, der Becken –und Schulterstellung, sowie die Stellung der Beine (Statistik: X-Beinstellung(85%, O-Beinstellung 15%).
Nach kompletter Diagnosestellung wird die Therpiesohle konzipiert und der Hypotonus(die erschlaffte Fußmuskulatur retro kapital auf dem Muskelbauch fixiert; Beim Hypertonus (die angespannte Fußmuskulatur wird retro capital auf der Goldi-Sehne gesetzt um den Muskeltonus zu entspannen.
Zur Korrektur einer Beckenfehlbelastung tonisiert man Musculus abduktor Hallucis und die Knickstellung des Sprungbeins wird durch Muskelreaktivierung des Muskels peronei korrigiert.
Beispiel Anamnese der Haltungsdiagnose (PDF Größe: 240 KB)
PDF-Bogen zum Runterladen (PDF Größe: 214 KB)
Hier nachfolgend ein Beispiel (selbst konzipierte Therapiesohlen individ. auf meine Fußfehlstellung hergestellt.
Links im Calcaneus Bereich eine leichte Knickstellung nach medial, im Mittelfußbereich eine starke Belastung durch die Spreizfußstellung, im Längsgewölbe relativ wenig Belastung. Vergleich rechts; stärkere Belastung im Längsgewölbe, leichter Senkfuß, der Mittelfußbereich weißt auf eine stärkere Spreizfußfehlstellung hin, leichte Knickstellung.
Therapie
Das retro capital wird Muskeltonisierend auf dem Muskelbauch beidseitig platziert; Wirkung: wirkt dem Spreizfuß entgegen, der Körper richtet sich durch Tonisierung der Wirbelsäule auf, stabilisiert die gegenüberliegende Muskulatur im Schulterbereich.
Zur Korrektur des Beckens wird auf der linken Seite ca. 3 mm erhöht; die Innenrotation des Beckens wird korrigiert.
Links und rechts lateral posterior(außen hinten) wird durch Tonisierung des M. tibialis anterior und posterior) ein ca. 1mm hoher Keil im Mm. Peronei gelegt); die Knickstellung wird korrigiert und das Sprungbein dauerhaft entlastet, die muskulären Bänder gestärkt.
Der Muskulus Hallucis im medialen hinteren Bereich (Richtung Fersenbein) wird tonisiert, dadurch wird der erschlaffte Muskeltonus im Längsgewölbe aktiviert und korrigiert, das Becken und die hintere Schulter korrigiert; das Fersenbein wird gerade gezogen.
Therapiesohle li./re., die Erhöhung des Calcaneus(des Fersenbeins) links wird unter der Sohle fixiert.
Wichtig ist jedoch, dass diese individ. konzipierten Sohlen in einem flachen Schuh mit herausnehmbaren Wechselsohlen maßgeschneidert an den Schuh zurechtgeschnitten werden; die Therapieeinlagen sollten täglich minimum 4 Stunden getragen werden; eine Verbesserung ist (nach Aussagen von Patienten) bereits nach ca. 1 Monat zu spüren; um die Muskulatur und die physiologische Sensomotorik umzuprogrrammieren sollten die Therapiesollen regelmäßig nach Anleitung ca. 6 Monate getragen werden; zur physiologischen Unterstützung sind Dehnübungen förderlich.
Behandlung incl. Haltungsanalyse mit Fußdiagramm 69.-€

